Meine Brigittenau 

Ich bin im “vergessenen Grätzl” in der Brigittenau zuhause. Es tut sich leider nix im Grätzl es herrscht eher Stillstand. Nicht mal die Straße wird regelmäßig gekehrt von Sauberkeit und regelmäßiger Müllentsorgung ganz zu schweigen. 

Ich bin in einem Bau zuhause wo die Mieten relativ hoch sind. Den Mietern aber relativ wenig geboten wird. Die Wohnung is schön rundherum geht’s zu. Die Donauinsel ist einen Katzensprung entfernt auch wunderschön tagsüber aber nachts kommen überall Drogendealer auf dich zu. Es ist nicht extrem dramatisch aber ich würde sagen es “brodelt”. 
Das Grätzl wartet schon sehr lang auf eine Aufwertung und es wird wohl auch noch ein langer Weg bis dorthin. In Bezug auf Sicherheit herrscht auch Stillstand auch nach Übergriffen im Aufzug auf Kinder und mehrfacher mutwilliger Sachbeschädigung wird keine Kamera installiert.
So jetzt hab ich weit ausgeholt. Ich denk mir einfach ‘keine Vorteile ohne Nachteile’. 
Ich weiß zB dass im Friseursalon auf der Leystr bald ein Punsch Event stattfinden wird. Vll bringt das die Nachbarschaft ein wenig näher zusammen. 
Hier noch ein paar Links zu Artikeln über mein Grätzl die Brigittenau die für Euch Vll spannend sein könnten. 
“Sozialarbeitern ist das Grätzel rund um den Markt als Brennpunkt für IS-Anhänger bekannt, dagegen getan wird wenig”
http://diepresse.com/home/panorama/wien/5202934/Die-Brigittenau-ein-vergessener-Bezirk-mit-sozialen-Problemen

“Der 20. Bezirk wird als neuer Trendbezirk gehandelt, doch das betrifft nur einen kleinen Teil um den Augarten. In den anderen Grätzeln wird noch auf den Aufschwung gewartet.”
http://diepresse.com/home/panorama/wien/4832955/Brigittenau_Der-Auslaeufer-der-Leopoldstadt

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Karma Konto auffüllen: fremde Hinterlassenschaften aufgabeln 

Nach ewig langem hin und her konnte ich (und vermutlich viele andere Leute aus dem 20 Bezirk,denen eben nicht alles “Wurscht” ist) mehr Mistkübeln für die immerzu verunreinigte Kornhäuselgasse organisieren. 

Die gute Nachricht: die Mistkübeln werden offenbar gern angenommen. Nun leert die Müllabfuhr diese Mistkübeln leider nicht oft genug so, dass diese sehr überfüllt sind. Die “rue de La cac” wird also langsam wieder zur  Kornhäuselgasse.

Leider haben noch nicht alle Leute die Mistkübeln realisiert: 

Viele HundebesitzerInnen lassen die Hinterlassenschaften Ihres Lieblings immer noch liegen. 

Deswegen marschiere ich oft die Kornhäuselgasse auf und ab und entferne fremde Hunde- Hinterlassenschaften. 

Was oft von den Schmutz Verursachern nicht bedacht wird: durch die Verunreinigung kommt Ärger bei den Grundstücksbesitzern auf vor deren Türe Fäkalien in der Sonne vor sich hin braten. S☀️ 💩 

Leider gibt es dann oft Menschen die Giftköder legen und damit Euren oder meinen kleinen Vierbeinigen Freund in Lebensgefahr bringen. 🚨🚨🚨

Also: bitte immer Sackerl fürs Gackerl! Unsere Hunde können nichts dafür wenn einige Leute leider oft vergessen , dass ein Hund Verantwortung bedeutet und diese Verantwortung umschließt auch das entfernen des anfallenden Mists.

Wer jetzt denkt “‘mir Wurscht” , könnte Vll interessieren, dass bei Verstoß ein Bußgeld verhängt wird. Das gilt übrigens auch für das nicht einhalten von Maulkorb ODER Leinenpflicht in Wien. 

Schlangen in der Brigittenau 

Bei uns gibt es immer mehr Schlangen es handelt sich um  Äskulapnattern. Diese Schlangen sind nicht giftig und harmlos. Dennoch könntet Ihr mit viel “Glück” auch in Wien eine toxische Schlange sichten. Deshalb lohnt sich die Auseinandersetzung mit dem äußeren Erscheinungsbild von Schlangen.

Generell in Österreich gibt es sehr wohl toxische Schlangen:
“Die giftigsten heimischen Schlangenarten sind die Sandviper, die Kreuzotter und die Wiesenotter. Es ist durchaus möglich, eine davon auf einer Wanderung, beim Beeren pflücken, Holz suchen oder Hochheben von Steinplatten anzutreffen. Doch keine unnötige Angst: Bissunfälle sind nicht lebensbedrohlich und leicht vermeidbar, wenn man darauf achtet, wo man hintritt und wo man hingreift”

(Ö Apothekerkammer)

Unnötig ärgern sollte man ungiftige Nattern  dennoch nicht weil sie ein stinkendes sekret abgeben können. Mich persönlich wundert es nicht denn hier gibt es viel Müll den keiner entsorgt, das lockt Mäuse an und diese sind ein gerne gesehenes Futter für die Schlange. 

Bitte tun Sie den Schlangen nichts. Diese sind nützlich und wenn wir sie nicht hätten würden wir womöglich in Mäusen ertrinken. Lassen Sie die Natur das regeln! Außerdem sind Äskulapnattern  im Gesetzbuch als zu schützende Tierart verankert: 

“Wie alle Reptilien sind auch die Nattern in Wien nach dem Wiener Naturschutzgesetz streng geschützt, was bedeutet, dass sie weder gefangen, getötet oder aus ihrem Lebensraum entfernt werden dürfen.” 

https://www.wien.gv.at/umweltschutz/naturschutz/biotop/geschuetzt/schlangen.html
Also: 
Keine Sorge die Schlangen helfen uns. Und sie sind nicht giftig. Schlangen sind ganz normal in Wien. Wir sollten Sie als Unterstützung sehen und gleichzeitig sollten wir uns daran erinnern nicht zu viel Müll irgendwo liegen zu lassen denn das lockt Ratten an und somit auch Schlangen die diese als nahrungsquelle sehen. 

In diesem Sinne: räumt lieber euren Müll , die Hinterlassenschaften eures Hundes usw korrekt weg anstatt euch unnötig auf Schlangenjagd zu begeben. Damit macht ihr euch nicht nur strafbar, ihr greift in die Natur ein und alles gerät aus dem Gleichgewicht. 
Übrigens : solltet ihr mal ein verletztes Wildtier in Wien finden , bringt es am besten in die vedmed. Dem Tier wird sofort geholfen das einzige was ihr tun müsst ist es dort abzugeben. 

http://www.vetmeduni.ac.at/

Ein Experiment oder so im 20 Bezirk 

Heute war ich bei meinem Lieblings Geschäft das mit H beginnt und mit R endet  : Hafermilch aufgelassen na toll. Wahrscheinlich zu gesund für die Leute hier was solls.. 

Dann steh ich an der Kassa mit 2 Salaten. Die Schlange is lang mir Wurscht ich hab noch Zeit.

Dann öffnet eine zweite Kassa schließt dann gleich wieder. 

Dieser blöde trampel von Frau stellt sich neben mich.

Ich noch so höflich “haben sie Stress? Wollen Sie vor?” 

Sie beinhart: ” ich stand da vorher schon” 

Ich bekomm Riesen Kabeln weil diese Frau extrem gestunken hat. Wie ein scheiss aschenbecher aber lächle. 

Am liebsten hätte ich gesagt : ” Sie hätte ich bestimmt gerochen wenn sie vorher schon dagestanden wären.”

Aber nein stattdessen beobachtete ich das Experiment der sonderklasse mit dem Geruch von Armut und Tschick in der Nase. 

Das beste kommt noch . Die Frau fängt plötzlich an  random Small Talk mit einer Frau ganz hinten in der Reihe zu führen diese kommt zu ihr nach vorne und stellt sich auch vor mich. 
Ganz ehrlich Leute ich bin die letzte wenns darum geht schüchtern zu sein aber so eine komplexe Situation eine Komposition aus speziellen 2 super trampeln des 20 Bezirks , eine seltene Gottseidank aussterbende Spezies, das war einfach zu unterhaltsam um es zu unterbinden. 

Ich überließ dieser Armen Alten nach Tschick stinkenden Frau ihren Trumpf. Vielleicht das einzige Glückserlebnis in ihrem armseligen Leben. Wer weiß.

Ich wartete auf feurige Hass Kommentare des Kassen – Publikums hinter mir in Richtung der beiden super Trampeln gefeuert- nichts.. Stille. 

Interessantes Experiment : Aber Hauptsache am Anfang schreien alle Zuschauer hinter mir  “zweite Kassa bitte” als ob es um ihr Leben ginge. 
Und nein ich hass den 20 nicht. Ich komme aus dem 14 vom Berg. Dort hab ich noch immer ein Zimmer in einem großen Haus mit Garten. Einerseits schön  andererseits gibt es dort auch Trampel. Und man is allein mit denen weils dort fast nix gibt außer Wald Häuser und das wars. 

Die Liebe verschlug mich hier her nach Brigittenau. Und mittlerweile genieße das Urbane und die gleichzeitige Nähe zur Natur. Nur ein paar mehr freundliche Leute denen nicht alles Wurscht is wären schön.